Pflanzenlampen von über 15 Marken – vom Anzucht-Strip bis zur Profi-LED
Eine Pflanzenlampe ersetzt im Indoor-Anbau die Sonne und beeinflusst, wie kräftig deine Pflanzen wachsen. Bei uns findest du LED-Grow-Lampen mit Vollspektrum, kleine Anzucht-LEDs für Stecklinge & Kräuter, Under-Canopy-Leisten und HPS-Zubehör – passend zu deiner Growbox! Mehr zu Pflanzenlampen erfahren.
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Von der kleinen Kräuterlampe bis zur Profi-LED für die große Growbox: Hier erfährst du, welche Pflanzenlampe zu deinem Vorhaben passt, wie viel Licht deine Pflanzen wirklich brauchen und worauf es beim Kauf ankommt.
Inhalt:
Die wichtigste Frage zuerst: Was möchtest du beleuchten? Eine Lampe für Basilikum auf der Fensterbank hat mit einer Grow-Lampe für eine 120 × 120 cm große Growbox wenig gemeinsam. Diese Übersicht zeigt dir, wo du startest:
| Dein Vorhaben | Passende Pflanzenlampe | Passende Produkte |
|---|---|---|
| Kräuter, Zimmerpflanzen, Microgreens | kleine LED-Leisten mit geringer Leistung | Gent G-LED |
| Keimlinge, Stecklinge, Mutterpflanzen | Anzucht-LED mit sanftem, gleichmäßigem Licht | Gent G-LED |
| Growbox – von der Jungpflanze bis zur Blüte | LED-Grow-Lampe mit Vollspektrum, passend zur Fläche | LED Grow Lampe |
| Untere Pflanzenetagen bekommen zu wenig Licht | Under-Canopy-Leisten als Ergänzung zum Hauptlicht | Under Canopy LED |
| Bestehende Natriumdampf-Anlage | Ersatz-Leuchtmittel, Vorschaltgeräte, Reflektoren | Leuchtmittel, Vorschaltgeräte und Reflektoren |
Für einen neuen Aufbau ist eine LED in den meisten Fällen die beste Wahl. Warum, zeigt der Vergleich im nächsten Abschnitt.
Natriumdampflampen (NDL, englisch HPS) waren lange der Standard im Indoor-Anbau. Heute haben LEDs sie in fast allen Punkten überholt – nur in der Anschaffung ist eine HPS-Anlage noch günstiger.
| LED-Grow-Lampe | Natriumdampflampe (HPS) | |
|---|---|---|
| Effizienz | bei unseren Modellen laut Hersteller ca. 2,3–3,1 µmol/J | je nach System meist ca. 1,5–2,1 µmol/J |
| Wärme an der Pflanze | wenig Strahlungswärme, kann näher hängen | viel Strahlungswärme, braucht mehr Abstand |
| Spektrum | meist Vollspektrum für alle Phasen | gelb-rot betont für die Blüte, für das Wachstum oft Metallhalogen (MH) |
| Dimmbar | meist stufenlos | nur mit passendem Vorschaltgerät |
| Zusätzlich nötig | meist nichts – je nach Modell Treiber oder Kabel | Vorschaltgerät, Reflektor und Fassung |
| Verschleiß | lange Lebensdauer | Leuchtmittel muss regelmäßig getauscht werden |
| Anschaffung | teurer | günstiger |
Wichtig: Auch eine LED wird warm. Beide Lampentypen wandeln den Strom am Ende vollständig in Wärme um. Der Unterschied: Eine LED braucht für dieselbe Lichtmenge weniger Strom und strahlt weniger Hitze direkt auf die Pflanzen ab. Plane deine Abluft deshalb nicht nur nach der Größe deiner Growbox, sondern auch nach der tatsächlichen Leistungsaufnahme deiner Lampe.
Viele schauen zuerst auf die Wattzahl. Die sagt aber nur, wie viel Strom eine Lampe verbraucht – nicht, wie viel Licht bei deinen Pflanzen ankommt. Entscheidend sind die Lichtmenge und deine Anbaufläche.
Pflanzenlicht wird in µmol/m²/s gemessen (PPFD, Erklärung folgt). Diese Werte dienen als Orientierung:
Mehr ist nicht automatisch besser: Ohne zusätzliches CO₂ bringt deutlich mehr Licht meist keinen Vorteil, kann die Pflanzen aber stressen.
Das hängt von der Effizienz ab: Eine LED mit 3,0 µmol/J erzeugt bei gleicher Wattzahl mehr Licht als eine mit 2,3 µmol/J. Die Tabelle zeigt, wie viel Licht und Leistung du für die Blüte (ca. 800 µmol/m²/s) brauchst – inklusive rund 15 % Reserve für Verluste an den Rändern:
| Growbox-Fläche | Benötigte Lichtmenge (PPF) | Leistung bei 2,7 µmol/J | Leistung bei 3,0 µmol/J |
|---|---|---|---|
| 40 × 40 cm | ca. 150 µmol/s | ca. 55 W | ca. 50 W |
| 60 × 60 cm | ca. 330 µmol/s | ca. 120 W | ca. 110 W |
| 80 × 80 cm | ca. 590 µmol/s | ca. 220 W | ca. 200 W |
| 100 × 100 cm | ca. 920 µmol/s | ca. 340 W | ca. 310 W |
| 120 × 120 cm | ca. 1.320 µmol/s | ca. 490 W | ca. 440 W |
| 150 × 150 cm | ca. 2.070 µmol/s | ca. 770 W | ca. 690 W |
| 240 × 120 cm | ca. 2.650 µmol/s | ca. 980 W | ca. 880 W |
Für die reine Wachstumsphase, Kräuter oder Stecklinge reicht etwa die Hälfte. Maßgeblich bleibt immer die Flächenempfehlung des Herstellers – und auf großen Flächen verteilen mehrere Lampen das Licht oft gleichmäßiger als eine einzelne.
Lumen beschreiben, wie hell eine Lampe für das menschliche Auge wirkt – und unser Auge reagiert besonders stark auf grün-gelbes Licht. Pflanzen bewerten Licht anders: Für sie zählt vor allem jedes Lichtteilchen zwischen 400 und 700 nm, ganz gleich, wie hell es uns erscheint. Deshalb ist der Lumenwert für Pflanzenlampen wenig aussagekräftig. Vergleiche lieber PPF, PPFD und µmol/J.
Blaues Licht (ca. 400–500 nm) sorgt für einen kompakten, buschigen Wuchs mit kräftigen Blättern und kurzen Abständen zwischen den Blattknoten. Außerdem beeinflusst es, wie weit sich die Spaltöffnungen der Blätter öffnen. Bekommt eine Pflanze zu wenig Blau, streckt sie sich und wird instabil – besonders bei Jungpflanzen.
Rotes Licht (ca. 600–700 nm) treibt die Photosynthese besonders effizient an und ist deshalb in fast allen Pflanzenlampen stark vertreten. Dunkelrotes Licht im Grenzbereich – Far Red, ca. 700–750 nm – arbeitet mit dem Rot zusammen: Es kann die Photosynthese zusätzlich unterstützen und steuert über das Phytochrom-System mit, wie stark sich Pflanzen strecken und wann sie blühen.
Zum Keimen selbst brauchen viele Samen gar kein Licht, sondern vor allem Wärme und Feuchtigkeit. Bei Dunkelkeimern hemmt Licht die Keimung sogar – sie werden deshalb mit Erde bedeckt. Lichtkeimer dagegen werden nur leicht angedrückt und brauchen von Anfang an Licht. Was für deine Samen gilt, steht meist auf der Verpackung.
Sobald die Keimblätter zu sehen sind, brauchen alle Sämlinge Licht: sanft, gleichmäßig und eher weiß oder blau betont. Eine kleine Anzucht-LED reicht dafür völlig aus.
Ja, problemlos. UV-Licht ist für die Photosynthese nicht nötig, und die meisten Pflanzenlampen enthalten kaum UV. In kleinen Dosen kann UV-A oder UV-B bei manchen Pflanzen Färbung und Inhaltsstoffe beeinflussen – die Studienlage dazu ist allerdings uneinheitlich, und zu viel UV stresst die Pflanzen. Setz UV-Leisten deshalb nur als kurze, gezielte Ergänzung ein. Und weil UV Augen und Haut schadet: Schalte UV-Leisten aus, bevor du an den Pflanzen arbeitest – oder trag zumindest eine UV-Schutzbrille und lange Ärmel.
Einen festen Zentimeterwert für alle Lampen gibt es nicht – dafür sind Leistung und Abstrahlwinkel zu unterschiedlich. So findest du den richtigen Abstand:
| Das siehst du | Wahrscheinliche Ursache | Das hilft |
|---|---|---|
| Blätter bleichen aus oder rollen sich nach oben | zu viel Licht | Lampe höher hängen oder dimmen |
| Pflanze streckt sich, große Abstände zwischen den Blattknoten | zu wenig Licht | Lampe tiefer hängen oder heller stellen |
| kompakter Wuchs, kräftig grüne Blätter | Abstand passt | so lassen und mit dem Wachstum nachziehen |
Das hängt von der Pflanze und ihrer Phase ab. Gängige Lichtzyklen im Überblick:
| Pflanzen / Phase | Licht pro Tag | Dunkelphase |
|---|---|---|
| Zimmerpflanzen und Kräuter | ca. 12–14 Stunden | ca. 10–12 Stunden |
| Keimlinge und Stecklinge | ca. 16–18 Stunden | ca. 6–8 Stunden |
| Wachstumsphase (Kurztagpflanzen) | 18 Stunden | 6 Stunden |
| Blütephase (Kurztagpflanzen) | 12 Stunden | 12 Stunden, ununterbrochen |
Bei Kurztagpflanzen wird die Blüte durch längere Nächte ausgelöst. Deshalb ist für sie vor allem eine ungestörte Dunkelphase wichtig. Schon kurze Lichtunterbrechungen können die Blüte durcheinanderbringen. Autoflowering-Sorten blühen unabhängig von der Tageslänge und werden meist durchgehend mit 18/6 oder 20/4 Stunden beleuchtet.
Damit du nicht jeden Tag von Hand schalten musst, übernehmen Zeitschaltuhren und Controller den Lichtzyklus. Controller können zusätzlich dimmen, Sonnenauf- und -untergänge simulieren und die Lampe bei Übertemperatur herunterregeln. Passende Control Panels findest du unter Lichtsteuerung.
Die Lampe allein macht noch kein funktionierendes Beleuchtungs-Setup. Prüf vor dem Kauf auch den Lieferumfang: Bei manchen Leuchten sind Treiber, Netzkabel oder Dimmer nicht enthalten.
Brauchst du auf jeden Fall
Meist sinnvoll
Bei Natriumdampflampen zusätzlich
Bei uns bekommst du Pflanzenlampen ab rund 37 € – zum Beispiel eine kleine GENT G-LED mit 26 W für Anzucht und Kräuter. LED-Grow-Lampen für die Growbox liegen meist im Bereich von einigen hundert Euro, Premium-Modelle mit besonders hoher Effizienz wie die Lumatek Zeus 300 W PRO bei über 600 €. Den Preis bestimmen vor allem Leistung, Effizienz, die Qualität der LEDs und des Treibers, die Steuerungsmöglichkeiten und die Garantie.
Die laufenden Kosten berechnest du mit einer einfachen Formel:
Leistungsaufnahme in kW × Stunden pro Tag × Tage × Strompreis pro kWh
Ein Beispiel für eine LED mit 300 W bei einem angenommenen Strompreis von 0,35 €/kWh:
| Phase | Licht pro Tag | Dauer | Verbrauch | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Wachstum | 18 Stunden | 4 Wochen | 151,2 kWh | 52,92 € |
| Blüte | 12 Stunden | 8 Wochen | 201,6 kWh | 70,56 € |
| Gesamt | 12 Wochen | 352,8 kWh | 123,48 € |
Für eine realistische Planung rechnest du Abluft, Umluft und weitere Technik dazu. Nutze dabei immer die tatsächliche Leistungsaufnahme laut Datenblatt – sie weicht manchmal von der Wattzahl im Produktnamen ab.
Wir führen Pflanzenlampen von über 15 Herstellern – darunter SANlight, Lumatek, Lazerlite, LUMii, Secret Jardin Cosmorrow, GENT, Mars Hydro und weitere. So findest du vom günstigen Einstiegsmodell bis zur Premium-LED für jedes Budget die passende Lampe. Alle Hersteller im Überblick siehst du unter LED-Leuchten.
Nur eingeschränkt. Normale Haushalts-LEDs sind darauf ausgelegt, für unser Auge hell zu wirken, und liefern pro Fläche nur wenig Pflanzenlicht. Für anspruchslose Zimmerpflanzen am Fenster können sie als Ergänzung reichen. Für Anzucht, Kräuter in größerer Menge oder eine Growbox brauchst du eine Pflanzenlampe, deren Hersteller Lichtmenge (PPF) und empfohlene Fläche angibt.
Eine Lampe beleuchtet eine Fläche – wie viele Pflanzen darauf Platz finden, hängt von ihrer Größe, der Topfgröße und dem Training ab. Eine einzelne, breit gezogene Pflanze kann dieselbe Fläche füllen wie mehrere kleine. Richtwerte nach Growbox-Größe findest du auf unserer Growboxen-Seite.
Technisch ja, sinnvoll ist es meist nicht. Die meisten Pflanzen brauchen eine Dunkelphase zur Regeneration, und Kurztagspflanzen bilden unter Dauerlicht keine Blüten. Manche Keimlinge und Blattgemüse vertragen sehr lange Lichtphasen, profitieren davon aber kaum mehr als von 18 Stunden – Dauerlicht kostet vor allem zusätzlichen Strom.
Ja, und auf großen oder länglichen Flächen ist das oft sogar besser: Mehrere Lampen verteilen das Licht gleichmäßiger als eine einzelne starke. Ideal sind gleiche Modelle, die sich gemeinsam dimmen oder über einen Controller steuern lassen. Leg die Abluft auf die gesamte Leistungsaufnahme aus.
Hochwertige LEDs halten viele Jahre – Hersteller geben häufig 50.000 Betriebsstunden und mehr an. Achte auf Angaben wie L90: Sie sagen, wie lange die Lampe noch mindestens 90 % ihrer ursprünglichen Lichtleistung liefert. Hitze, Staub auf den Kühlrippen und hohe Luftfeuchtigkeit verkürzen die Lebensdauer. Halte die Kühlflächen deshalb frei und sauber.
Leistungsstarke LEDs sind sehr hell – schau nicht direkt hinein. Wenn du länger unter der Lampe arbeitest, dimm sie herunter oder trag eine Brille mit Blendschutz. Bei UV-Leisten gilt: ausschalten oder eine UV-Schutzbrille tragen und die Haut schützen.
Zum Keimen selbst brauchen viele Samen gar kein Licht, sondern vor allem Wärme und Feuchtigkeit. Bei Dunkelkeimern hemmt Licht die Keimung sogar, deshalb werden sie mit Erde bedeckt. Lichtkeimer dagegen werden nur leicht angedrückt und brauchen von Anfang an Licht. Was für deine Samen gilt, steht meist auf der Verpackung.
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